WIR stellt sich vor: Erhart Richter ist am Wort

Mit Erhart Richters Interview schließt sich der Kreis der WIR-Kandidatinnen und Kandidaten. 

Was gefällt dir an Aschbach?
Die zentrale Lage zwischen dem Böhmischen Massiv und den Alpen, mit guter Verkehrsanbindung nach Ost und West waren seinerzeit mit ausschlaggebend mich in Aschbach niederzulassen. Natürlich der Markt an sich, wo sich auch heute noch die Hausbesitzer bemühen durch Erhaltung der alten Fassaden die Eigentümlichkeit des Ortsbildes zu erhalten. Und wenn es darauf ankommt auch eine Hilfsbereitschaft und Geschlossenheit zeigen wie z.B. bei Weihnachtsausstellungen, Blumenschmuckaktionen,  usw…….und zuletzt auch in Rahmen der Dorfgemeinschaft beim Anlegen des Obstgartens.
Worüber ärgerst du dich? 
Über das neu errichtete,  protzige Amtshaus,  welches entgegen den Willen vieler Bewohner dennoch errichtet wurde und einen richtigen Schandfleck darstellt und den ganzen Anblick  auf das alte Rathaus zerstört. Es sieht ein wenig aus wie ein Abklatsch der Polizeistation Ulmerfeld mit vergitterten Fenstern. Mich ärgert auch das Verkommenlassen und Auflösen von Anlagen ( Riesiger Au ) und Wanderwegen. Auch das Entfernen und Versetzen von Denkmälern, und dass man keine ehrlichen Auskünfte über Kosten/Verschuldung usw. bekommt.
      
Warum tust du dir die Gemeindepolitik an?
Zehn Jahre war ich vom Wirtschaftsbund als Gemeinderat mit vollem Einsatz tätig. Es hat auch verschiedenste Kontroversen gegeben und es wurden im Gemeinderat dann Entschlüsse gefasst, die auch eingehalten wurden. Ich erinnere mich da an die Abstimmung über die Errichtung einer Mülldeponie in der Forstheide. Wir waren uns im Ausschuss uneinig und der Antrag wurde dann im Gemeinderat ganz knapp abgelehnt. Ich bin darüber heute noch froh, dass ich dieses Projekt mit verhindert habe. So stelle ich mir eine offene Demokratie vor.
Zu den Sitzungen habe ich mich vorinformiert, wobei sehr viel Zeit für den Betrieb verloren ging, daher der Rückzieher.
Diese Situation ist leider in Aschbach bei weitem nicht  mehr möglich. Heute werden auch wir verschaukelt und immer andere Ausreden werden gebraucht. Beispiel Rathaus: angebliche Platznot, verschiedene Vorschläge wurden gemacht (auch von mir) und auch das Denkmalamt in Krems hat eine Erweiterungslösung ausgearbeitet, aber kein Vorschlag wurde präsentiert, sondern alles wurde unter den Tisch gekehrt, unter den Deckmantel „Das Rathaus steht unter Denkmalschutz und es darf da nichts geändert werden“. Und siehe da, plötzlich darf sogar für das geplante Kaffeehaus ein Lift eingebaut werden!
 
Warum kandidierst du gerade für WIR?
Am 4. Dez. las ich in der Zeitung Tipps vom Vorhaben der Gruppe WIR. Etliche Leute kannte ich schon vom Dorferneuerungsverein und den Eifer mit dem diese mitarbeiten und sich für Aschbach einsetzen. Das Grundsatzkonzept von WIR entsprach voll meinen Vorstellungen – sich für Mitmenschen und sich für Aschbach einzusetzen. Dies ist nur überparteilich, ohne irgendeinen Klubzwang, mit freier Meinungsäußerung möglich. Schon die Zusammensetzung altersmäßig  von 18 bis 53, Frauen und Männer gemischt, haben mich bewogen meine Hilfe anzubieten. Warum nicht, warum will meine/unsere Altersgruppe auf der Seite stehen und nur kritisieren, die Kinder und Enkelkinder gehören doch unterstützt, wir können so auch die jüngere Generation besser verstehen und ihnen unsere Erfahrungen anbieten und mitarbeiten. Wichtig ist, dass wir uns zu den ehrenhaften Zielen auch bekennen und zustimmen!
 
Wenn so viele mitreden, dann passiert doch nichts?
Da habe ich gerade in Aschbach eine andere Erfahrung  gemacht. Das war an einem Faschingsdienstag, als wir maskiert den Faschingsausklang im fast ausgestorbenen Markt feiern wollten. Ich animierte einen Musiker doch seine „Quetsch“ zu holen und nun besuchten wir die einzelnen Geschäfte. Daraus entwickelte sich dann der erste Faschingszug und nachdem ich den damals nur auf den Papier bestehenden „ Fremdenverkehrsverein“ zum Leben erweckte, dann der Weihnachtsmarkt. Immer mehr Ideen flossen  ein und die Schar der Mitarbeiter vergrößerte sich. Wir waren voll überparteilich, und brachten dann sogar eine eigene periodische Zeitung heraus. Verschiedenes wird heute noch von der Gemeinde gemacht.  Wichtig ist, dass einer koordiniert und nicht diktiert.
 
Warum tut WIR dem Gemeinderat gut ?
WIR ist eine parteiunabhängige Gemeinschaft ohne Vorurteilen, frei von irgendeiner Parteilinie aber auch frei von Versuchen einer Parteikariere, da sich die Arbeit einzig auf das Wohl von Aschbach  und dessen Bewohnern beschränkt.

 

Was tust du, wenn „WIR“ die Wahl verliert?
WIR kann keine Wahl verlieren. Sollten , was ich beim besten Willen nicht glauben kann, zu wenig Stimmen zusammen kommen, dann hat Aschbach verloren. Nämlich die Chance Leute im Gemeinderat zu haben, deren einziges Ziel ist zum Wohle von uns allen mitzugestalten und mitzuarbeiten.

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