Heute geht es weiter im Interviewreigen. Stefan Zeitlhofer, unser jüngstes WIR-Mitglieder, stellt sich vor.
 
Was gefällt dir an Aschbach?
Mit gefällt die gute Anbindung an der Westbahnstrecke, dass sich der Bahnhof nicht weit vom Ortskern befindet und auch die Nähe zur Autobahn A1 sehe ich als Vorteil. Des Weiteren freue ich mich dass wir unsere Schulen in der Gemeinde wertschätzen und halten können. Zudem können wir die Vorteile der Städte Amstetten und Waidhofen in nur kurzer Zeit genießen und trotzdem befinden wir uns noch im Grünen.
Worüber ärgerst du dich?
Es ärgert mich, dass es keine Treffmöglichkeit für Jugendliche in Aschbach außerhalb der Vereinszeiten gibt.
Warum tust du dir die Gemeindepolitik an?
Durch meine jahrelange Erfahrungen als Klassensprecher weiß ich, dass es möglich ist, auch in einer kleinen Umgebung etwas verändern zu können und deswegen möchte ich mich neuen Herausforderungen stellen.
Warum kandidierst du gerade für „WIR“?
Ich kann mich mit keinem Parteiprogramm zu 100% identifizieren und bin mit dem Fraktionszwang nicht zufrieden, deswegen sehe ich WIR als frische Alternative.
Wenn so viele mitreden, dann passiert doch nicht`s?
Vielen Menschen bringen Ideenreichtum. Da wir keinen Fraktionszwang unterliegen, können WIR uns frei entscheiden und allen guten Einfällen eine Chance geben.
Warum tut „WIR“ dem Gemeinderat gut?
Die Bürgerliste WIR inkludiert innovative Menschen welche sich nicht mit Parteien identifizieren, aber sich trotzdem für die Gemeinde engagieren wollen. Um somit Aschbach ein bisschen bunter zu gestalten.

Die Gemeinde Aschbach plant eine Änderung zum Örtlichen Raumordnungsprogramm. Die sechswöchige Rückmeldefrist zur dazugehörigen Studie endete am 29.12.2014.
Hauptstudienpunkte der Änderung sind:

  • 4 mögliche neu aufgeschlossene Wohngebiete  in Aschbach-Markt 
  • 3 Varianten für eine Neuaufschließung in Krenstetten
  • Umwidmungen bei den alten Bürgergärten hinter dem Musikheim
  • Erweiterung einer Schottergrube bei Göstling
  • neues Betriebsgebiet mit der Gemeinde Oed in Schmiedleiten (bei der Autobahnanschlussstelle)

WIR traf sich am 22.12 um die Punkte durchzugehen.Die konkreten Ergebnisse und Fragen wurden als Anmerkungen zu dem Konzept an den Gemeinderat bereits weitergeleitet.

WIR meint dazu:
  1. Die Änderungspläne für die Siedlungsbereiche stehen im Widerspruch zu den Fakten der dazugehörigen Studie der Gemeinde.
  • WIR schließt sich der Meinung Studie der Gemeinde Aschbach an: Es besteht kein Bedarf an neuen Baugründen. Die derzeit verfügbaren Flächen reichen bis 2030 aus. (siehe Seite E24)
  • Die Studie empfiehlt sogar aufgrund der Haushaltsstruktur und der flachen Wachstumskurve eine Verdichtung um den Ort zu stärken und die Planung der Entwicklung in Richtung einer „Kleinstadt“.
  1. Konzepte für die Zukunft fehlen. Bei den Betriebsgebieten wird eher kurzfristig und anlassbezogen (Betrieb benötigt Platz, andere Gemeinde hat eine Idee) entschieden. In Aschbach bereits früher verwendete Lösungen wurden nicht angedacht. Gesamtkonzepte wie in anderen Gemeinden, wodurch lang dauernde Entscheidungen verkürzt und Entwicklungsmöglichkeiten geschaffen werden, fehlen als Basis.
  2. Die Url wird in den Konzepten immer nur nebenbei oder als „störend“ betrachtet. Ein aktives Management der Ausbreitungszonen wird nicht angedacht.
Im Detail sehen die Kernpunkte wie folgt aus:
Ausgangssituation
  • eine voraussichtlich schwaches Wachsen der Einwohnerzahl von Aschbach
  • es dominieren 1- und 2-Personenhaushalte; der Bedarf an Einfamilienhäusern ist gering
  • es gibt noch große nicht genutzte Reserven für Baugründe in Aschbach und Krenstetten
  • in der Studie wurde das Fehlen von notwendigen Konzepten in Aschbach kritisiert
Siedlungsgebiete
In der Studie wurden 4 potentiell neu aufgeschlossene Siedlungsgebiete in Aschbach aufgeführt:

  1. Im Anschluss an das Siedlungsgebiet beim SPAR, im Volksmund werden sie bereits „ehemalige Krenngründe“ genannt
  2. Im Anschluss an das Siedlungsgebiet „in der Luft“
  3. In der Nähe der Firma Papst
  4. Am Hang Richtung Starkl

In Krennstetten wurden weitere 3 potentialle Siedlungsgebiete angeführt:

  1. Ein Lückenschluss zwischen Krennstetten und der Marksteinsiedlung
  2. Im Norden der bereits neuen bestehenden Siedlung
  3. Im Süden der Marksteinsiedlung

Außerdem würde im Bereich der alten Bürgergärten direkt in Aschbach eine Umwidmung erfolgen.

Betriebsgebiet
– Die derzeit nur kleinräumigen Entwicklungskonzepte für das Betriebsgebiet in der Forstheide zwischen Göstling und Gunnersdorf
– Das neu ausgewiesene Betriebsgebiet mit Oed gemeinsam bei der Autobahnauffahrt in Schmiedleiten
 
Hochwasser
– Umgang mit Ausbreitungszonen für die Url um Hochwässer vorbeugen (Stichwort: Retention/Retentionsflächen). Bestehende Retentionsflächen wurden nicht in die Studie aufgenommen. Mögliche Maßnahmen und planerische Lösungen wurden nur am Rande angedacht. Eine Situationsbeleuchtung oder sogar Überlegungen bezüglich der immer problematischer werdenden kleineren Gewässer wie dem Zierbach sind im Dokument nur mit Mühe zu finden. Durch Verbauung und Aufschüttungen entstehen an den kleineren Bächen Hochwassersituationen, die seit langen Zeit so nicht aufgetreten sind.
 

Fragen die beantwortet werden müssen, bevor die Raumordnung geändert wird

  • Wie wird auf die große Zahl der Haushalte mit wenigen Personen reagiert? Wie auf die im Verhältnis geringer werdende Zahl an Haushalten mit 4 und mehr Personenhaushalten?
  • Wie kann der Ort als Zentrum gestärkt werden?
  • Wie kann eine Abwanderung in den „Speckgürtel“ vermieden werden?
  • Wie können bestehende aber ungenutzte Höfe/landwirtschaftliche Gebäude einer neuen Nutzung zugeführt werden?
  • Wie kommen Bürger ohne Auto in die Schule/zum Arzt/zum Einkaufen?
  • Wie werden die Grünflächen/Gewässerflächen aussehen?
  • Wie kann ein Betrieb und die Gewalt der Natur in Einklang gebracht werden?
  • Wie können Altlasten nach Umwidmungen vermieden werden?
  • Welche Konzepte zum Anreiz von ungenutzten Bauland wurden bereits in Aschbach angewendet?
  • Welche Konzepte zum Anreiz von ungenutzten Bauland wurden bereits in anderen Gemeinden angewendet?
 Dokumente

Aschbach-Markt ÖROP 2008 5. Änd Entwurf T1
Aschbach-Markt ÖROP 2008 5. Änd Entwurf T2.pdf

Aschbach-Markt ÖROP 2008 5. Änd Entwurf T3

Den zweiten Themenschwerpunkt widmet WIR den 
 
Themen Transparenz und Bürgernähe. 
 

Jede auf Dauer erfolgreiche Organisation musste schon immer auf transparente Informationswege und qualitativ hochwertige Entscheidungen setzen.

Das geht nur, wenn viele Menschen zusammenhelfen, an einem Strang ziehen und nicht in einem Hinterzimmer Abmachungen getroffen werden.

Hier sind unsere Ideen wie man die Gemeindeverwaltung weg vom Wirtshaus näher an die Bürgerinnen und Bürger bringt.

 
WIR steht für echte Handschlagqualität!
 
 TRANSPARENZ:Eine transparente Gemeindepolitik liegt im Interesse aller. Detaillierte Informationen über Gemeinderatssitzungen und Entscheidungsprozesse sowohl  in der Gemeindezeitung als auch im Internet sind notwendig für transparente Vorgangsweisen. Bereits in der Vorbereitung von Entscheidungen müssen die Meinungen aller gehört werden. Neue Technologien und ein offenes Ohr werden den Gemeinderat näher an die Bürger bringen.
 
  BÜRGERNÄHE:Bei regelmäßig abgehaltenen Bürgerstammtischen in Aschbach und Krenstetten stellt WIR sich ihren Fragen und nimmt sich Zeit für ihre Probleme. Rasche Information aller Gemeindebürger muss die Grundlage bei auftretenden Problemen sein. 

Hier kommt unser erster Themenschwerpunkt für die zukünftige Arbeit für das Gemeinwohl in Aschbach und Krenstetten.

Unter dem Titel WIR BEWEGT ASCHBACH haben wir unsere Ideen zu Mobilitätsthemen zusammengefasst:

TAXI 60PLUS: WIR setzt sich für die Organisation eines Seniorentaxis für Arztbesuche und Fahrten zu den Geschäften in Aschbach ein.
BARRIEREFREIHEIT: WIR fordert kinderwagentaugliche und barrierefreie Wege im gesamten Marktgebiet. Auch die ÖBB-Haltestellen müssen für alle Menschen zugänglich werden.
SICHERE SCHULWEGE: Auf die schwächsten Teilnehmer im Straßenverkehr muss mehr Rücksicht genommen werden. Schutzwege, Fußgängerampeln, Einbahnregelungen und gut ausgeleuchtete Bushaltestellen erhöhen die Sicherheit unserer Kinder.
RADWEGE: Ausbau der Geh- und Radwege im gesamten Gemeindegebiet (z.B. in Königsbrunn oder in Riesing). Fährräder und E-Bikes zum Ausborgen sollen alle Aschbacherinnen und Aschbacher einladen öfter in die Pedale zu treten.
Nach den Weihnachtsfeiertagen geht es auch mit den KandidatInnen-Interviews weiter und es folgen die weiteren Themenschwerpunkte.
WIR wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest und schon jetzt einen Guten Rutsch ins Jahr 2015!

EVA KRENN (36 Jahre, Angestellte, verheiratet, 1 Tochter, Hobbies: Singen, Garten, Kräuter) Motto: Lebe heute, und denke an morgen. 

Was gefällt dir an Aschbach?
Die Menschen selbst. Und mein Wohnort liegt zentral und doch im Grünen.

Worüber ärgerst du dich?



Mich ärgern Versprechen die gemacht werden und dann nicht eingehalten werden. Vor allem dann, wenn von Beginn an klar ist, dass solche Versprechen gar nicht halten können.  Auch eine gewisse Unzuverlässigkeit und das in Aschbach häufig angewendete „Unter-den-Tisch-kehren“ stören mich sehr.

Warum tust du dir Gemeindepolitik an?
Ich war bereits 8 Jahre Gemeinderätin und habe das gerne gemacht. Ich habe mit Freude für die Menschen in Aschbach gearbeitet und versucht etwas zu verbessern. Vor allem liegen mir die Kinder und Jugendlichen am Herzen, denn sie sind die Zukunft. Man muss direkt mit den Betroffenen Projekte ausarbeiten und auch umsetzen. Dann wird das Geleistete auch geschätzt und das Erarbeitete angenommen. Wie z.B. der Kinderspielplatz am Urlufer, der gemeinsam mit Kindern geplant und dann auch mit Kindern und deren Eltern umgesetzt wurde. Das war sicher anstrengend und hat viel Einsatz gefordert – aber es hat sich ausgezahlt!

Warum kandidierst du gerade für WIR?

WIR will für die Bevölkerung in unserem Ort arbeiten und nicht für eine Partei.
Wenn alle mitreden, dann passiert doch nichts?
„Alle“ spiegeln jedoch genau die vielen Meinungen der Bevölkerung wider. Man kann ja auch nicht immer der gleichen Meinung sein, da verleugnet man sich selbst. Und so geschieht es aber wenn im Gemeinderat Fraktionszwang herrscht. Das gefällt mir an WIR – jeder kann seine Meinung einbringen und auch kundtun.

Was ändert sich, wenn WIR in den Gemeinderat einzieht?
Die Gemeindepolitik wird offener werden, und Themen müssen und werden auch nach außen kommuniziert werden. Mit WIR im Gemeinderat kann nicht mehr alles so leicht im stillen Kämmerlein beschlossen werden.

Interviews, Interviews, Interviews,  … heute mit Michael Burghofer

Was gefällt dir an Aschbach?
Ich lebe sehr gerne in Aschbach und ich freue mich, dass unsere Kinder hier aufwachsen können, die schöne Gegend und die Lebensqualität, das bunte Vereinsleben und das Miteinander hier genießen dürfen. Es gibt in Aschbach meiner Meinung nach viele Qualitäten und viel Potential – wirtschaftlich, gemeinschaftlich und vor allem das Engagement und die Ideen von Bürgern betreffend.

Worüber ärgerst du dich?
Mich ärgert – und das sehr – dass es derzeit nicht die Möglichkeit gibt, sich einzubringen bzw. Meinungen und Anregungen nicht gehört werden. Als Dorferneuerungsmitglied der ersten Stunde fühle ich mich nicht ernst genommen. Ich und wir haben sehr viel Energie aufgewendet, um gute Zukunftskonzepte zu entwickeln und Veränderungen zu bewirken, doch diese wurden entweder gar nicht unterstützt, nur unzureichend angenommen oder als eigene Ideen verkauft.

Michael Burghofer

Das Fass zum überlaufen brachte das neue Kriegerdenkmal, das uns Aschbachern einfach vorgesetzt wurde. Hier wurde aus einem „Mahnmal für den Frieden“, das von der Dorferneuerung mit viel Einsatz als Zeichen für Erneuerung und mit einem modernen Denkansatz konzipiert wurde, durch einen Schnellschuss der Gemeinde ein Objekt, das nun nicht nur die Geister spaltet, sondern auch den Kirchenplatz verschandelt.

Warum tust du dir die Gemeindepolitik an?
Genau deshalb. Ich wage zu behaupten, dass ich gute Ideen habe und Meinungen und Ansichten gut verstehen und zusammenbringen kann. Und ich liebe es, mich für das Gemeinwohl zu engagieren. Das lässt sich auf Gemeindeebene umsetzen.

Warum kandidierst du gerade für „WIR“?
Weil ich in Aschbach etwas bewirken will und für eine transparente Politik, die Raum für Diskussion, Bürgerbeteiligung und Engagement lässt, stehe.
Ich möchte MICH für UNS Aschbacher einbringen – das geht bei WIR.

Was tust du, wenn „WIR“ die Wahl verliert?
Ich denke, WIR kann nicht verlieren – es kann nur Aschbach gewinnen. WIR stehen für eine ehrliche, transparente und bürgernahe Gemeinwohlpolitik – ein Ansatz, der die Aschbacher Gemeinschaft nur nach vorne bringen kann. Sollten WIR nicht in den Gemeinderat einziehen, bleibt trotzdem die Energie und das Gedankengut von engagierten Bürgern, die Anregungen sammeln, Informationen weitergeben und sich für Aschbach einsetzen.

Michael Burghofer, 27, 2 Kinder, 
Jugendhausleiter, Sozialmanagement-Student, Sänger. 
Hobbies: Familie, Musik, Volleyball, Snowboarden, Biken.

Schuhgröße 46, 

Motto: MICH für UNS engagieren – bei WIR